Flugzeuge

5 Jan

Auch ich war nicht untätig, und habe insgesamt 5 Flugzeuge fertiggestellt. Das erste, und einzige Nicht-Hangflug-Modell, ist diese Delta-Eigenkreation:

Mini-Delta

Klar zum Start

Komplett aus Styropor geschnitzt, Spannweite ca. 40cm, Gewicht unter 100g. Mit dem Standard 10g Motor ausgerüstet geht das Ding wie Rakete. Die Flugeigenschaften sind in mehrerer Hinsicht einzigartig. Vollausschlag Querruder resultiert in 4-5 Rollen pro Sekunde, bei Vollausschlag Höhenruder hingegen bäumt es sich sogar bei vollem Tempo senkrecht auf und verliert sämtliche Fahrt. Nur dank Übermotorisierung steigt es dann wieder um das Manöver wie einen engen Looping zu beenden. Vermutlich ist der Schwerpunkt doch zu weit hinten. Starts sind immer leicht kritisch, jedenfalls bis genug Fahrt vorhanden ist um soetwas wie Stabilität zu erreichen. Andererseits gleitet es gar nicht schlecht, und so sind Landungen auch bei wenig Tempo extrem unkritisch. Macht auf jeden Fall einen Heidenspaß, das Ding durch die Gegen zu pfeffern. Die Kombination aus Tempo, Größe und Wendigkeit haben Flugaufnahmen bisher verhindert.

Danach begann die Hangflug-Phase:
Beim Vorbeifahren an Lennox Point, ein Aussichtspunkt mit Blick auf einen beliebten Surfbreak, Lennox Head und in der Ferne dem Leuchtturm von Byron Bay, sahen wir ein Modellflugzeug in der Luft. Nachdem wir dort angehalten hatten, präsentierten sich beste Bedingungen: Hier sollte “fast alles” zum Fliegen zu bekommen sein.
Häufig vorkommender Nord-Östlicher Wind trifft auf einen Hang, teils flach und Gras-bewachsen, weiter gibt es jedoch eine steile “Schüssel”, die den Wind fast senkrecht hochtreibt.

Die untere Wiese

Der Aufstieg

Der obere Startplatz

Als nächstes war der “Flitz” fertig:

Der Flitz

Erste Testflüge im "Garten"

Start am Hang

Abflug

Flug über der Brandung von Skennars Head

Dieses Modell hatte ich in Roh-Form im Koffer mit nach Australien gebracht. Seine Ursprünge hat es in Delft, auf Anregung von Fliegerkollege Stefan, der zusammen mit ein paar anderen Freunden ein Modell auf Basis des beliebten “Freebaze” Plans bauen wollten. Projektname “Flitz”. Da ich mich mit der CNC-Heißschneidedraht-Anlage schon etwas auskannte, bot ich an das Schneiden der Flügelkerne zu übernehmen. Aus einem Reststück EPP-Schaum ließen sich so immerhin noch 4 ganze Flügelsätze kitzeln.
Diese Flügelkerne blieben dann aber in Delft unfertig liegen, denn durch einen “kleinen” Unfall auf dem Weg zum verabredeten Bastelabend wurde ich von der Fertigstellung verhindert…
Naja, so konnte ich dann als Übung an der CNC Fräse der Firma in Australien mir eine Holzrippe mit Wurfkufe anfertigen, und so war das Modell schnell fertig.
Das Modell ist recht leicht, und bisher ohne jegliche Verstärkung ausgekommen. Es fliegt bereits bei leichtestem Aufwind, und ist sogar mit Zusatzgewicht versehen worden, um das Tempo zu erhöhen und besser halten zu können.

Als nächstes wollten wir dann “Power Slope Soaring” versuchen, also Vorbildähnliche Nachbildungen von Motorflugzeugen als Segler fliegen. Wir einigten uns auf den gängigen Maßstab von 1:12, Greg baute eine Spitfire auf Grundlage eines vergrößerten Kartonmodellplans, ich eine P-51D Mustang aus Eigenkonstruktion. Rumpf aus Styropor, der Rest Wellpappe.

Mustang und Spitfire

Rückenflug hoch über der See

Mustang über Lennox Head

Selten verläuft ein Erstflug so gut wie dieser, trotz unbeabsichtigten Startes. Eigentlich wollte Greg das Modell nur in den (recht starken) Wind halten, um die Schwerpunktlage zu begutachten. Eine Böe nahm ihm das Modell straks aus der Hand, und nach minimalem Trimmen flog es stabil “ohne Hände”. Der erste richtige Flug war dann recht kurz, nach Frontalkollision mit Gregs schwererer und soliderer Spitfire waren Reparaturen angesagt. Anderntags ging es dann weiter. Im Vergleich zur Spitfire hat sie (aufgrund geringeren Gewichts) niedrigere Endgeschwindigkeit, ist dafür aber völlig unkritisch zu fliegen und fliegt schon bei geringerem Aufwind. Während die Spitfire schlussendlich aus diesen Gründen das Zeitliche segnete, verblieb die Mustang in Ballina als Trainer für die neuen Praktikanten, die wir auch mit dem Flugfieber angesteckt haben.

Nachdem alle meine Modelle bisher vergleichsweise leicht waren, wollte ich dann doch ein schnelleres Modell, was seine Vorteile bei stärkerem Wind ausspielen kann. Vorlage war die Limit EX, ein Bauplan der in vielen Varianten als handliche, wendige “Pocket Rocket” beliebt ist. Nur aus Pappe hat sie wohl noch niemand gebaut…

In der Bauphase

Tagesflotte: Greg's Ente, Limit und Mustang

Limit hoch am Himmel

Nebeneffekt von 25+ Knoten Wind. Dank Salzspray hielt die Frisur sogar

Mit nur noch wenigen Tagen in Ballina übrig, blieb fraglich ob die Limit überhaupt zum Fliegen kommen sollte. Zum Glück traf dann doch noch starker Wind ein, mit 25+ Knoten, am Hang noch mehr! Mit 160g und 56cm Spannweite eigentlich schon gut beladen, kamen dann noch mal 40g Anglerblei unter den Rumpf, und ab geht die Post!

Unter ferner liefen gab es dann noch eine Kopie von Greg’s Fischadler (im Bild unten rechts,ganz weiß), der mit kleineren Servos zwar leichter, aber nicht besonders wendig war. Schnell aufgegeben um die Servos für anderes zu verwenden.

Gruppenfoto zum Abschied: Es fehlen lediglich der Fokker Dreidecker, und Greg's Experimental-Delta, beide komplett zerlegt

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