Sydney

4 Sep

Nach einem ereignislosem Flug sind war morgens in Sydney gelandet, wo Gregory uns schon mit einem Schild “JANSSEN” am Ausgang erwartete. Vom Backpacker Information Board haben wir dann im Hostel angerufen, und da der Shuttle Bus ohnehin schon unterwegs war, mussten wir nur wenige Minuten warten.
Nachdem die anderen Mitreisenden an ihren Hostels ausgestiegen waren, sind wir am “Original Backpackers Hostel” angekommen. Wir hatten ja die Absicht, in Sydney ein Auto zu suchen, aber schon bevor wir es vom Bus zum Hostel geschafft hatten, trafen wir ein Paar aus Belgien, die ihren Offroader verkaufen wollten. Am Wagen waren wir zwar nicht interessiert, aber wir haben trotzdem eine Weile gequatscht. Hinter dem Offroader wartete ein französisches Paar, die auch ihr Auto verkauften (ein “goldener” Holden Commodore, mehr dazu später). Anscheinend ist die Straße vor dem Hostel ein gängiger Marktplatz für Backpacker Autos. In sydney war es jedoch grade die falsche Jahreszeit für Backpacker, die in den Wintermonaten eher den Norden erkunden, weil es dort im Sommer zu heiß und vor allem zu nass ist. So war dass Angebot wesentlich größer als die Nachfrage, was aus Käufersicht natürlich von Vorteil ist. Nachdem wir uns auch noch mit den Franzosen ausgiebig unterhalten haben, sind wir dann endlich ins Hostel, wo die Rezeptionistin schon versuchte den Busfahrer zu erreichen, wo wir denn geblieben wären…
Nach zwei Tagen auf Achse wollten wir nun den Rest des Tages irgendwie verbringen, um möglichst bis Abends wachzubleiben, damit wir nicht später unter Jetlag leiden würden. Also sind wir zu Fuß in Richtung Opera House. Dabei durchquert man den botanischen Garten, wo wir vor allem von der ortlichen Fauna überrascht waren.

Danach haben wir uns das Opernhaus angeschaut und von dort die Aussicht über die Botany Bay genossen. Vom Circular Quay sind wir dann wieder zurück in den Garten. Dort trafen wir jemanden, der mit dem Fernrohr in die Bäume schaute und einen Zähler betätigte. So bemerkten wir erst die Flughunde, die dort tagsüber schlafen. Wenn es dunkel wird (also so kurz nach 5), fliegen sie aus, um Nektar aus den Blüten von Bäumen zu suchen. Dabei überqueren sie weite Teile von Sydney, und besuchen selbst private Gärten auf.

Abends haben wir dann in der Küche vom Hostel (hier kann jeder selbst kochen, Essen wird nicht angeboten) typisch Australisch gegessen: Meat Pie.

Anderntags haben wir dann die Wahl des Autos getroffen: Der Commodore der Franzosen sollte es werden. Dann müssten wir zwar nach Süden in den Bundesstaat Victoria um das Auto anzumelden, anderseits schien es in besserem Zustand zu sein als andere Modelle, die oft schon mehreren Generationen an Backpackern gehört hatten. Nach einer Probefahrt sind wir noch zusammen in ihre Wohnung, um den Papierkram zu regeln, und das Zubehör in den Wagen zu laden. Wie die meisten Backpacker verkauften auch Ben & Lisa nicht nur das Auto am Ende ihres Aufenthaltes, dazu gehört auch jede Menge Camping Material.
In diesem Fall neben Schlafsäcken, Luftmatratze, einem riesigen Zelt (nagelneu, weil soeben wegen Defekt umgetauscht), Kochern, Geschirr, Klapptisch und -stühle auch Kartenmaterial etc… So brauchten wir uns um gar nichts mehr zu kümmern, außer um die Frage wie wir unser eigenes Gepäck und uns selbst noch in den Wagen zwängen sollten.

Leider konnten wir an diesem Tag nicht mehr genügend Bargeld bekommen (anscheinend hat unsere Bank ein Tageslimit für Auslandsabhebungen, was man uns vorher nicht gesagt hatte), und sind unverrichteter Dinge mit der U-Bahn zurück. Auf dem Rückweg haben wir uns die Mosaik Karte in der State Library angesehen, und sind dann wieder durch den botanischen Garten. Diesmal nach Sonnenuntergang, und so konnten wir trotz Regen die Flughunde in Aktion sehen. Abends haben wir Känguruhfilet gebraten. Super zart, und sehr lecker.

Am nächsten Tag hatten wir das Geld dann zusammen, und trafen uns wieder. Danach haben wir uns noch zusammen in ein Café gesetzt, und Karten studiert. Ben & Lisa haben uns ihre Reiseroute gezeigt, und all die tollen Orte, die wir unbedingt besuchen müssen. Danach haben sie noch ein bischen Reiseführer gespielt, und uns Bondi Beach und Umgebung gezeigt. Zum Abschluss des Tages haben wir alle in einem thailändischen Restaurant in Kings Cross gegessen.

Das Auto haben wir bei Ben & Lisa gelassen, weil wir einerseits nicht gerne direkt in der Innenstadt mit dem Linksverkehr anfangen wollten, und andererseits das Parken in der Nähe des Hostels schlecht ist. So sind wir dann am Morgen drauf mit der U-Bahn in Einkaufszentrum in der Nähe gefahren, wo Gregory mit dem Gepäck gewartet hat, während Monica und ich das Auto abholten. Im Parkhaus haben wir dann das Gepäck verstaut, was so lange gedauert hat, dass wir 15$ fürs Parken bezahlen mussten… Hauptsache, wir konnten endlich aus der Großstadt raus.

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One Response to “Sydney”

  1. Wilschinsky October 3, 2010 at 01:05 #

    Prima Bericht, nur weiter so

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